Auszug aus den Bestimmungen zur Nutzung von one

7. Mobile Payment

Die folgenden Bestimmungen ersetzen die Ziffern 7 (Wearable Payment) und 8 (Digital Pay) der Bestimmungen der Viseca Card Services SA zur Nutzung von one. 

[Nachstehender Absatz erscheint jeweils, wenn der Kunde sich bei einem Anbieter (Samsung, etc.) registriert: 
Der Inhaber akzeptiert mit der Hinterlegung einer Zahlkarte bei einem Mobile Payment Anbieter (d.h. bei der Herausgeberin oder bei einem Drittanbieter oder spätestens bei der Verwendung einer Zahlkarte die nachstehenden besonderen Bestimmungen der Viseca Card Services SA zur Nutzung von one. Im Übrigen gelten die  jeweils anwendbaren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Viseca Karten-AGB).

7.1 Was ist Mobile Payment?

Mit Mobile Payment werden Lösungen für den Einsatz von Karten über ein mobiles Gerät bezeichnet. Mobile Payment ermöglicht dem Inhaber, der über ein kompatibles mobiles Gerät verfügt, berechtigte Karten über eine mobile Applikation (App) der Viseca (dazu Ziff. 7.7) oder eines Drittanbieters für kontaktloses Bezahlen wie auch das Bezahlen in Online-Shops und in Apps zu nutzen. Dabei wird aus Sicherheitsgründen anstelle der Kartennummer jeweils eine andere Nummer (Token) generiert und als „virtuelle Karte“ hinterlegt. Virtuelle Karten können über Mobile Payment wie eine physische Karte eingesetzt werden. Bei der Bezahlung mit einer virtuellen Karte wird nicht die Kartennummer, sondern lediglich die generierte Nummer (Token) an den Händler weitergegeben.

7.2 Welche mobilen Geräte sind kompatibel, und welche Karten sind zugelassen?

Kompatibel sind mobile Geräte wie z.B. Computer, Mobiltelefone, Smartwatches und Fitnesstracker, soweit sie die Verwendung virtueller Karten unterstützen und von der Herausgeberin zugelassen sind. Die Herausgeberin entscheidet ferner frei, welche Karten für welche Anbieter zugelassen sind. Weitere Informationen zu kompatiblen Geräten und zu den berechtigten Karten finden Sie auf der Website der Herausgeberin oder auf der Website des Herstellers Ihres mobilen Gerätes. Diese Informationen sind nicht verbindlich und können jederzeit geändert werden.

7.3 Aktivierung und Deaktivierung

Aus Sicherheitsgründen setzt die Aktivierung einer Karte voraus, dass der Inhaber die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters akzeptiert und dessen Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis nimmt. Der Inhaber ist der Herausgeberin für Schäden infolge einer Verletzung dieser Bedingungen ersatzpflichtig.

Virtuelle Karten können bis zu einer Sperrung oder Deaktivierung der Karte über die App durch den Inhaber eingesetzt werden. Vorbehalten bleiben Einschränkungen des Karteneinsatzes nach den Bestimmungen der jeweils anwendbaren Viseca-Karten-AGB. Der Inhaber kann die Nutzung von Mobile Payment jederzeit beenden, indem er seine virtuelle(n) Karte(n) beim jeweiligen Anbieter entfernt.
   
Kosten in Zusammenhang mit der Aktivierung und dem Einsatz virtueller Karten (z.B. Kosten für eine mobile Internetnutzung im Ausland) gehen zu Lasten des Inhabers.

7.4 Einsatz der virtuellen Karte (Autorisierung)

Der Einsatz einer virtuellen Karte entspricht einer üblichen Kartentransaktion. Jeder Einsatz einer virtuellen Karte gilt als durch den Inhaber autorisiert. Der Inhaber hat das Recht, den Beweis des Gegenteils zu erbringen.

Der Einsatz virtueller Karten ist entsprechend der vom Anbieter oder Händler vorgesehenen Weise zu autorisieren, z.B. durch Eingabe eines Geräte-PIN oder durch Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung. Der Inhaber nimmt zur Kenntnis, dass sich dadurch das Risiko erhöht, dass virtuelle Karten durch Unberechtigte eingesetzt werden können, wenn das allenfalls vom Anbieter oder Händler zusätzlich geforderte Autorisierungsmittel (Geräte-PIN oder Karten-PIN)  aus leicht zu ermittelnden Kombinationen („1234“) besteht. Der Inhaber nimmt zur Kenntnis, dass je nach Anbieter oder Händler bis zu einem von diesem zu bestimmenden Betrag, keine Autorisierung verlangt wird. Im Übrigen richtet sich die Haftung nach Ziffer 4 dieser Bestimmungen.

7.5 Besondere Sorgfaltspflichten

Der Inhaber nimmt nur Kenntnis und akzeptiert, dass die Nutzung von Mobile Payment trotz aller Sicherheitsmassnahmen Risiken mit sich bringt. Es ist insbesondere möglich, dass virtuelle Karte(n) und persönliche Daten von Unberechtigten missbraucht oder eingesehen werden. Dadurch kann der Inhaber finanziell geschädigt (durch missbräuchliche Belastungen einer Karte) und in seiner Persönlichkeit verletzt werden (durch Missbrauch von persönlichen Daten). 

Der Inhaber hat daher die verwendeten Geräte und virtuellen Karten mit Sorgfalt zu behandeln und für ihren Schutz zu sorgen. Der Inhaber hat – zusätzlich zu den Sorgfaltspflichten gemäss den jeweils anwendbaren Viseca Karten-AGB und den allgemeinen Sorgfalts- und Meldepflichten nach Ziff. 3.2.1 und Ziff. 3.3 – insbesondere folgende besondere Sorgfaltspflichten einzuhalten:

  • Die verwendeten Geräte müssen bestimmungsgemäss verwendet und geschützt vor einem Zugriff Dritter sicher aufbewahrt werden;
  • virtuelle Karten sind wie physische Karten persönlich und nicht übertragbar. Sie dürfen nicht an Dritte zum Gebrauch weitergegeben werden (bspw. durch Hinterlegung von Fingerprints bzw. durch Scannen des Gesichts Dritter zur Entsperrung des verwendeten Geräts);
  • bei einem Wechsel oder einer Weitergabe eines mobilen Geräts (z.B. im Fall eines Verkaufs) muss jede virtuelle Karte in der App des Anbieters und im mobilen Gerät gelöscht werden;
  • ein Verdacht auf Missbrauch einer virtuellen Karte oder eines dafür verwendeten Geräts ist der Herausgeberin umgehend zu melden, damit die betroffene virtuelle Karte gesperrt werden kann.

7.6 Gewährleistungsausschluss

Es besteht kein Anspruch auf die Nutzung von Mobile Payment. Die Herausgeberin kann die Nutzung – d.h. die Möglichkeit, virtuelle Karten einzusetzen – jederzeit unterbrechen oder beenden, insbesondere aus Sicherheitsgründen oder bei Änderungen des Mobile Payment-Angebotes oder einer Beschränkung der berechtigten Karten oder kompatiblen Geräte. Die Herausgeberin ist ferner nicht für Handlungen und Angebote des Anbieters oder anderer Dritter wie z.B. Internet- und Telefonieanbieter verantwortlich. 

7.7 Karteneinsatz über die one App

Der Inhaber, der über ein kompatibles Gerät verfügt, kann seine Karte(n) in der one App der Herausgeberin aktivieren und als virtuelle Karte einsetzen. Zur Gewährleistung der Sicherheit bei Mobile Pay muss der Inhaber bei der Aktivierung eine Geheimzahl festlegen. Die Herausgeberin kann diesen Dienst jederzeit anpassen. Im Übrigen gelten die vorliegenden Bestimmungen für Mobile Payment, insbesondere die Besonderen Sorgfaltspflichten gemäss Ziff. 7.5.

7.8 Datenschutz

Der Drittanbieter und die Herausgeberin sind für ihre jeweilige Bearbeitung von Personendaten unabhängig verantwortlich. Der Inhaber nimmt zur Kenntnis, dass Personendaten im Zusammenhang mit dem Angebot und dem Einsatz von Mobile Payment (insbesondere Angaben über Inhaber und aktivierte Karten und Transaktionsdaten aus dem Einsatz virtueller Karten) vom Drittanbieter erhoben und in der Schweiz oder im Ausland gespeichert und weiterbearbeitet werden. Die Bearbeitung von Personendaten durch den Drittanbieter im Zusammenhang mit Mobile Payment und der Verwendung von Angeboten und Leistungen des Drittanbieters einschliesslich dessen Geräte und Software richtet sich nach dessen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen. Der Inhaber bestätigt daher durch jede Aktivierung einer Karte, dass er die einschlägigen Datenschutzbestimmungen des jeweiligen Drittanbieters gelesen und verstanden hat und dass er mit der entsprechenden Datenbearbeitung des Drittanbieters ausdrücklich einverstanden ist. Wünscht er die entsprechende Bearbeitung nicht, liegt es in der Verantwortung des Inhabers, auf die Aktivierung einer Karte zu verzichten oder der Bearbeitung gegenüber dem Drittanbieter zu widersprechen. Für die Bearbeitung von Personendaten durch die Herausgeberin gelten die Datenschutzerklärung für one und die Allgemeine Datenschutzerklärung von Viseca.


Letzte Änderung

Diese Seite wurde letztmals geändert am 23.05.2019.

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